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Dr. Dr. Bernhard Graf wird den russischen Teil der Geschichte der Herzöge von Leuchtenberg in Form einer Powerpointpräsentation erzählen.
Herzog Maximilian von Leuchtenberg (1817-1852) verlobte sich 1838 mit der Großfürstin Marija Nikolajewna Romanowa von Russland (1819-1876), der Tochter des Zaren Nikolaus I. Nach ihrer Hochzeit in St. Petersburg lebte das Ehepaar mit ihren Kindern im dortigen Mariinski-Palast (Мариинский дворец).
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurden die Herzöge Nikolaus (1868-1928) und Georg von Leuchtenberg (1872-1929) als Spione eingestuft und mussten nach Russland fliehen. Mit dem Ausbruch der Russischen Revolution 1917 und dem Untergang der Weißen Armee, in der die Leuchtenberger Herzöge gegen die Bolschewiken kämpften, erfuhr die Geschichte wieder eine einschneidende Veränderung: Die Leuchtenbergs zogen erneut nach Seeon und pflegten dort ihren russisch-orthodoxen Glauben. Infolge der Weltwirtschaftskrise verlor die Familie jedoch ihren gesamten Besitz. Eine Generation später komponierte Herzog Nikolaus von
Leuchtenberg (1896-1937), Rittmeister a. D. des Leibkosakenregiments – Vater des heutigen Oberhaupts der Familie – sogar russische Lieder und leitete den Münchner Chor der Don-Kosaken „Ataman General Kaledin“. Kontakte zwischen dem heutigen Oberhaupt der Familie, S. D. Herzog Nicolaus von Leuchtenberg (geb. 1933), und St. Petersburg werden bis heute
intensiv gepflegt. Die BR-Filmdokumentation von Dr. Graf „Napoleons Erben in Bayern. Die Herzöge von Leuchtenberg“ wird voraussichtlich im BR im Festtagsprogramm 2019/2020 ausgestrahlt und wird dann in der BR-Mediathek zu sehen sein.
Dr. Dr. phil. Bernhard Graf ist Historiker, Kunsthistoriker, Germanist und Dokumentarfilmer. Er ist u.a. Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks und Dozent an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Fakultät Kunstgeschichte.