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Gaito Gasdanow bewältigt Lebenskrisen. Rosemarie Tietze stellt ihre jüngste Übersetzung aus dem Russischen vor.

Vor hundert Jahren, Mitte 1926, veröffentlichte Gaito Gasdanow seine erste Erzählung in einer Prager Zeitschrift. Da hatte der 22-Jährige bereits im russischen Bürgerkrieg gekämpft und eine etappenreiche Emigration bis nach Paris zurückgelegt. Radikale Neuanfänge im Leben blieben für ihn ein bevorzugtes Thema, doch musste nicht unbedingt das Exil dahinterstehen, auch psychische Verstörungen konnten dafür ein Auslöser sein.
Gasdanows Kunst, feinfühlig Charaktere zu ergründen, zeichnen seine makellose Prosa besonders in den Erzählungen aus. Kritiker der ersten Emigration sahen ihn schon früh auf einer Stufe mit Nabokov.
Eintritt: € 9 / € 7
Referentin: Rosemarie Tietze
Sprache: Deutsch, ausgewählte Passagen werden auf Russisch vorgetragen.
Anmeldung auf tolstoi@tolstoi.de oder telefonisch 089/299 775
